Die Klasse 10a startete am Sonntag, den 25.09.2016 in Begleitung ihrer Klassenlehrerin Frau Wagener, unterstützt durch Herrn Myrach, zu ihrer Klassenfahrt nach Berlin. Nach einer kurzweiligen Zugfahrt erreichten wir nach einem 10-minütigen Fußmarsch unser Hostel, in dem unsere Doppelzimmer (wie komfortabel ) auf uns warteten.

Zunächst war ein kleiner Stadtrundgang zu einigen wichtigen Sehenswürdigkeiten in der Nähe geplant. Allerdings hatten wir nicht berücksichtigt, dass an diesem Sonntag der Berlin-Marathonlauf stattfand und so überraschte uns die Menschenfülle. Ein Durchkommen, zumal in einer Gruppe, war schwierig. Kurzfristig wurde also das Programm geändert und die Ausstellung „Erlebnis Europa“ besucht.

Gleich am 1. Abend fesselte uns die neue Show „One“ im Friedrichstadtpalast. Diese war wirklich der absolute Höhepunkt unserer Fahrt und hat uns mit seiner Akrobatik und den farbenprächtigen Kostümen sehr beeindruckt. Zu unserer Überraschung gab es an diesem Abend sogar freie Getränke.

An unserem 2. Tag wurden wir mit der Geschichte der ehemaligen DDR konfrontiert; wir nahmen an einer Führung durch die „Gedenkstätte Hohenschönhausen“ teil. Das ist das ehemalige „STASI-Gefängnis. Sehr eindrucksvoll wurde uns gezeigt, unter welchen Bedingungen meist völlig unschuldige Bürger der DDR hier untergebracht waren und welche Methoden die STASI hatte.

Nachmittags stand die Besichtigung des „Bundeskanzleramtes“ auf dem Programm. Dieses ist der Amtssitz unserer Bundeskanzlerin und wirklich riesig groß. Zu unserer großen Überraschung ging Frau Merkel in einem geringen Abstand an uns vorbei und wechselte sogar einige Worte mit uns. Das war doch ziemlich beeindruckend, zumal sie Bad Fallingbostel sofort Niedersachsen zuordnen konnte.

Abends bewunderten wir dann das Lichtermeer Berlins aus 368 Meter Höhe vom Fernsehturm herunter.

Schon war der Dienstag gekommen und wir machten uns zu einer Führung an der „Berliner Mauer“ in der Bernauer Straße auf. Hier ist ein Gelände entstanden, das die Folgen der Teilung Deutschlands für die Bevölkerung Berlins, sowie aller DDR-Bürger durch die Mauer veranschaulicht.

Nachmittags haben wir in der Ausstellung „Begreifen, was uns bewegt“ im „Science Center Otto Bock“ viel über die Funktion unseres Körpers erfahren. Otto Bock ist ein deutsches Unternehmen, das weltweit körperlich eingeschränkten Menschen mehr Mobilität durch entsprechende Prothetik ermöglicht.

Abends wurde uns im Zeiss-Planetarium am Insulaner mit seiner 20-Meter-Kuppel der Sternenhimmel mit seinen Bewegungsabläufen am Himmel zeitgerafft dargestellt und erklärt.

Danach konnten wir durch ein Linsenfernrohr einen Blick auf die Venus werfen. Dieser Blick war aber enttäuschend, man konnte nur eine sehr kleine helle Scheibe erkennen.

Nachdem wir uns Mittwoch zunächst die Gedächtniskirche und das KADEWE angesehen haben, kam am Nachmittag ein weiterer Höhepunkt, der Besuch des Bundestages. Nach einer kleinen Einweisung nahmen wir auf der Zuschauertribüne des Plenarsaales Platz und verfolgten eine aktuelle Fragestunde. Die Atmosphäre in diesem Haus ist schon sehr beeindruckend. Unser anschließendes Gespräch mit dem MdB Lars Klingbeil dauerte 1 Stunde und verlief sehr entspannt. Er erklärte uns seine Motivation, sich politisch zu engagieren und seine politischen Schwerpunkte. Die Besichtigung der „Kuppel“ auf dem Reichstagsgebäude bot dann wieder einen tollen Blick auf die Stadt. Das Essen im Besucherrestaurant des Bundestages hatten wir uns allerdings anders vorgestellt; aber der schöne Blick auf die Spree entschädigte uns für die einfache Kartoffelsuppe. Danach war Disco angesagt, leider im völlig überfüllten Matrix. Einigen hat es gefallen, anderen nicht. So ist das Leben!

Schon war der Abreisetag gekommen. Leider! Allerdings stand vormittags noch der Besuch beim „Denkmal für die ermordeten Juden“ auf dem Programm. Zunächst wurde uns einiges über Bedeutung und Aufbau des „Stelenfeldes“ erklärt.

Danach ging es in die unterirdische Ausstellung des Denkmals. Hier wird die Verfolgung und Vernichtung der Juden Europas durch Briefe und Schicksalsberichte von einigen betroffenen Familie dokumentiert. Diese Ausstellung macht das Ausmaß der Verbrechen durch das NS-Regime eindrucksvoll bewusst.

Nach einem kleinen Imbiss starten wir Richtung Heimat und kamen um 19.39 Uhr in Walsrode an.

Unsere Abschlussfahrt war interessant und abwechslungsreich, aber durch viel Lauferei bei durchweg 24°C auch anstrengend. Insgesamt eine schöne Erinnerung an unsere letzte gemeinsame Klassenfahrt

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