Seit vielen Jahren führen die 10. Klassen der OBS Bad Fallingbostel das Projekt »Weg des Erinnerns« durch. Es gilt das Gedenken und Erinnern an die im Zweiten Weltkrieg in dem Kriegsgefangenenlager in Oerbke unter unmenschlichen Bedingungen zu Tode gekommenen russischen Kriegsgefangenen zu pflegen. Dass diese wertvolle Arbeit nicht nur für uns wichtig ist, die wir in unmittelbarer Nähe zu diesen Orten leben, sondern auch für Hinterbliebene und Nachfahren in Russland, zeigte sich nun durch einen Besuch zweier Enkelinnen eines in Oerbke verstorbenen russischen Soldaten. Genau am 24.01., dem Todestag ihres Großvaters, besuchten die beiden Frauen in Begleitung eines Journalisten die Oberschule. Erst wenige Wochen zuvor hatten die Enkelinnen selbst von dem Schicksal ihres Großvaters erfahren, da die Regierungsstellen in Russland die entsprechenden Dokumente lange unter Verschluss hielten.  2007 wurde der „Weg des Erinnerns“ von einer Gruppe von Lehrern, wie Egon Hilbich und Annemarie Vorwerk initiiert, die dieses Projekt bis heute begleiten. Umso ergriffener und sichtlich gerührt waren die Frauen, als sie von der hier stattfindenden Erinnerungsarbeit hörten. Ein Besuch der Gedenkstätte in Oerbke mit seinen Stelen, auf denen die Namen der verstorbenen Gefangenen mit Tontafeln angebracht sind sowie die Ausstellung im Rathaus verstärkten diese Eindrücke noch. Und auch auf deutscher Seite war man von diesen Momenten ergriffen. Es tat gut zu sehen, dass die jahrelange akribische Arbeit den betroffenen Menschen hilft und dazu beiträgt, eine Verbindung herzustellen, damit die in Oerbke geschehenen Untaten sich nicht wiederholen.



Elena und Swetlana Schewtschenko in Begleitung des Journalisten Ulrich Heyden,
Herr und Frau Wanninger, Herr Ege, Bezirksvorsteher gemeindefreier Bezirk Osterheide,
Herr Hilbich, Frau Vorwerk und Herr Dzionsko von der Oberschule Bad Fallingbostel

Nach Ihrem Besuch in Deutschland haben Elena und Swetlana Schewtschenko eine Danksagung verfasst.

Сердечное спасибо этой земле, людям, живущим на ней, за сохраняемую память. Здесь остался лежать наш дед, и то, что вы делаете, чтобы память об этом не канула в вечность, достойно самого большого признания.

История этой земли очень тяжелая. И то, как достойно люди ее проживают, вызывает уважение. Спасибо!

Ein herzliches Dankeschön an diesen Ort, an die Menschen, die hier leben, für die Erinnerung, die erhalten wird. Unser Großvater ist hier geblieben, und was Sie tun, damit die Erinnerung daran nicht in die Ewigkeit versinkt, verdient die größte Anerkennung.

Die Geschichte dieses Landes ist sehr schwierig. Und wie würdig seine Menschen leben, bewirkt Respekt. Danke! –