Vorlesewettbewerb der 6. Klassen an der Lieth-Schule – Diana Akyol liest am besten

Am Donnerstag, dem 1. Dezember war es wieder so weit. Für den jährlich stattfindenden Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels saßen acht Klassensieger in der Aula, um die Jury von ihren Lesekünsten zu überzeugen. Vor einigen Wochen hatten sich die Schülerinnen und Schüler für ein Buch entschieden, mit dem sie bereits in der Klasse als sicherste Leserinnen und Leser punkten konnten. Nun galt es ein größeres Publikum und eine Jury, die aus drei Deutschlehrern, einer Lesemutter, zwei Schülerinnen und der Schulassistentin bestand, zu überzeugen.

Die Aufregung war förmlich zu spüren, aber trotz Anspannung und ungewohnter Atmosphäre lieferten die acht Finalisten gute Ergebnisse ab. Es folgte der zweite Abschnitt des Wettbewerbes, das Lesen eines unbekannten Textes. Die Zuhörer waren mucksmäuschenstill, als die Vorleser ihre Textabschnitte vorlasen. Der unbekannte Inhalt, schwierige Wörter, fremde Namen, bargen einige Stolperfallen. Am Ende konnte Diana Akyol die Jury überzeugen. Sie wird die Lieth-Schule beim Kreisentscheid vertreten.

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Weg des Erinnerns 2016

Wie jedes Jahr stand der Buß- und Bettag 2016 in Bad Fallingbostel wieder im Zeichen des Erinnerns. Die Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen der Lieth Schule begingen den Weg des Erinnerns. Dabei gingen sie denselben Weg ab, den russische Kriegsgefangene während der Naziherrschaft gehen mussten, um in das STALAG 11d zu gelangen, wo Tausende letztlich unter menschlich-unwürdigen Bedingungen und unter großen Qualen starben. Dieses Ereignis wurde bereits im Vorfeld durch eine Projektwoche vorbereitet. Das Ziel, den vielen tausenden sowjetischen Toten, die in Oerbke unter der Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten ihr Leben ließen und die bisher anonym geblieben sind, ihren Namen zurückzugeben und damit ihre Würde wiederherzustellen, rückte wieder ein wenig näher. Die Gedenkfeier fand, passend zu ihrem bedrückenden und traurigen Thema im strömenden Regen statt. Doch fand sich nirgendwo eine Stimme des Frustes. Schüler, Lehrer und Gäste harrten aus, um den Ermordeten ihren Respekt zu erweisen. An der Zeremonie nahm auch ein Abgeordneter der Russischen Föderation teil, der der OBS Bad Fallingbostel seinen tief empfundenen Dank aussprach und betonte, wie wichtig die Arbeit gegen das Vergessen sei. Im Anschluss an die Kranzniederlegung wurden symbolisch zwei Tontafeln mit den Namen der getöteten russischen Kriegsgefangenen an die dafür vorgesehenen Stelen geschraubt. Das Gros der vorbereiteten Grabplaketten wurde zu einem späteren Zeitung angebracht. Zum Abschluss der Feierlichkeiten wurde während einer kurze Rede betont, wie wichtig es ist, sich nicht dem „Gift“ zu ergeben, welches heutzutage überall lauert, sondern sich immer zu erinnern und gegen das Unwissen anzukämpfen.

„Eine Stadt ist nur so gut wie ihre Schulen“

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Festakt zum 40. Geburtstag des Schulzentrums und 50 Jahre Altbau der Lieth-Schule in Bad Fallingbostel

Bad Fallingbostel (lip). „Ich bin stolz darauf, hier der Schulleiter zu sein!“ Das sagte Andreas Dzionsko bei der Feier zum doppelten Geburtstag des Schulzentrums (40 Jahre) und des Altbaus (50 Jahre) der Lieth-Schule in Bad Fallingbostel. Denn: „Die Voraussetzungen sind gut, und das Kollegium ist toll. Die Zusammenarbeit, auch wenn es in der vergangenen Zeit nicht immer einfach war, ist wunderbar.“

Andreas Dzionsko wies in seinen Eingangsworten darauf hin, dass die Schule einem ständigen Wandel unterzogen war und sie verschiedene Formen durchlief. Aktuell, seit dem Schuljahr 2011/2012, besteht die Einrichtung in Bad Fallingbostel als Oberschule mit gymnasialem Zweig. Das bedeutet, dass die Schüler bis zur achten Klasse jahrgangsbezogen unterrichtet werden und erst danach die weitere Einteilung in Haupt- oder Realschulzweig sowie Gymnasium erfolgt.

Schulleiter Dzionsko stellte zudem bereits zu Beginn der Feier klar, dass „nicht die Reden, sondern das Beisammensein, die Präsentationen der Schüler sowie der Austausch wichtig“ seien. So hatten die Verantwortlichen der jetzigen Oberschule Schautafeln und Stellwände aufgebaut, an denen die Geschichte von den Besuchern nochmals nachvollzogen werden konnte.

Außerdem schaute auch Andreas Dzionsko kurz auf die rege Vergangenheit zurück, aber auch in die Zukunft: „Es werden noch einige weitere Herausforderungen auf uns zukommen. Aber ich bin mir sicher, dass wir das mit diesem Kollegium schaffen.“ Weiter führte er aus, dass „uns als Lehrkräften in manchen Bereichen, die für uns Neuland sind, die Unterstützung fehlt“. Vor allem prangerte er die zunehmende Bürokratisierung an: „Es muss nicht immer alles aufgeschrieben werden, was wir machen, nur damit es besser kontrolliert werden kann. Es muss mehr Ruhe einkehren.“

Für Karin Thorey, Bürgermeisterin der Stadt Bad Fallingbostel, war eines ganz klar: „Eine Stadt ist immer nur so gut wie ihre Schulen. Wenn man Geld in Schulen anlegt, dann bringt das die besten Zinsen.“ Thorey unterstrich weiter, dass „in den hiesigen Schulen Toleranz, Vielfalt und soziale Kompetenzen vermittelt werden sowie die Persönlichkeit entwickelt“ werde. Zudem bekräftigte und beruhigte Landrat Manfred Ostermann gleichzeitig, dass der „Schulstandort auch für die nächsten 50 Jahre gesichert“ sei.

Besonderen Applaus erhielten die Vorführungen der Schüler des Wahlpflichtkurses Musik, die von ABBA die „Dancing Queen“ in einer eigens kreierten Performance aufführten, der Young Voices Chor mit dem Lied „Lieblingsmensch“ von Namika sowie der musikalische Willkommensgruß von Sonja Mara Jacob (Gesang) und Andreas Oesterling am Piano.

Am Sonnabend wurden genau genommen nicht nur zwei runde Geburtstage gefeiert, sondern auch noch ein dritter. Denn bei der Feier hoben die Schüler und Lehrer die Schulband RitS (Reflections of the Sunrise) aus der Taufe. Was die Abkürzung bedeutet, erklärte die Pädagogin Sonja Mara Jacob: „Wir alle reflektieren unser Handeln, und wie jeder weiß, müssen die Schüler bei Sonnenaufgang in die Schule. So kam der Name zustande.“ Die jungen Sängerinnen und Musiker präsentierten „99 Luftballons“ von Nena sowie „80 Millionen“ von Max Giesinger.

Hier finden Sie den Zeitungsartikel aus der Walsroder Zeitung zum Festakt anlässig der runden Geburtstage des Schulzentrums im pdf Format.